Der Weihnachtskleid-Sewalong – fertig!

OK, ich bin zu spät. Und zwar gleich so sehr, dass die Linkliste schon geschlossen ist! Ich hoffe, Ihr könnt mir meine Saumseligkeit verzeihen. Irgendwann war klar, dass ich mein Frohne-Kleid nicht ohne Stress, Hektik und Pfuscherei pünktlich fertigbekommen würde, und da ich alles drei nicht mag, nahm ich einen Kleidertausch vor. Das Kleid, das eigentlich für den Zweiten Feiertag vorgesehen war, bekam seinen Auftritt an Heiligabend und das Frohne-Kleid war dann am Zweiten dran.  So hatte ich am im Hause Inselsommer traditionell sehr ruhigen und entspannten Ersten Weihnachtstag Zeit, um das Futter (größtenteils von Hand) einzunähen und den Rock zu säumen. Und am 26. konnte ich das Kleid dann stolz der Familie vorführen. Leider gibt es davon keine vorzeigbaren Fotos, das ist in dem ganzen Trubel untergegangen. Nun ist die Aufregung wieder vorbei und ich habe Zeit, das Kleid noch einmal anzuziehen und Euch zu zeigen.

Weihnachtskleid 2013 - fertig, Frohne-SchnittGanz unbescheiden lobe ich mich mal: Schön ist mein Frohne-Kleid geworden! Ich fühle mich darin sehr wohl, obwohl das Tragegefühl durch die Schnittkonstruktion etwas fremd ist. Das Kleid ist bequem, sitzt meiner Meinung nach gut und lässt ausreichend Platz für Festtagsbraten und Weihnachtsplätzchen. Passend zum 50er-Jahre-Look hatte ich Strumpfhosen mit Naht besorgt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Katharina von sewing addicted für die Organisation des Weihnachtskleid-Sewalongs und an das Team des Me-made-Mittwochs, das die Plattform zur Verfügung stellte. Dies war mein erster Sewalong und auch wenn mir gegen Ende ein wenig die Puste ausging, wird er nicht mein letzter bleiben. Es hat mir viel Spaß gemacht, Woche für Woche die tollen Ideen, die Fortschritte und vor allem die wunderschönen Kleider der anderen Teilnehmerinnen zu betrachten. Und der Sewalong, Eure Klicks und Kommentare waren für mich eine große Motivation, tatsächlich dranzubleiben. Danke! Ohne Euch hätte ich kein Weihnachtskleid 2013!

Irgendwann in den nächsten Tagen werde ich über den Sewalong und auch den Frohne-Schnitt eigene Posts schreiben. Nun aber wünsche ich Euch erst einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir lesen uns hoffentlich 2014 wieder.

Der Weihnachtskleid-Sewalong: Äh, ja, mal sehen

Moin moin.

Ich bin zu spät, ich weiß. Sorry, aber zum gestrigen Treffen des Weihnachstkleid-Sewalongs auf dem Me-made-Mittwoch-Blog, hatte ich einfach nichts zu präsentieren. Und ein altes Foto, das wollte ich Euch wirklich nicht zeigen.

Während der Woche habe ich nicht viel geschafft, aber immerhin ist das Frohne-Kleid nicht in der Ufo-Ecke gelandet. Ich erwähnte, dass ich eine Nähschnecke bin, oder? Und wenn dann noch die Arbeit über mich so hereinbricht wie in den letzten Tagen, dann sind alle Pläne Makulatur (das hätte ich wissen können, das ist irgendwie jedes Jahr vor Weihnachten so …).

Immerhin bin ich während der Woche dazu gekommen, die Keile unter den Achseln einzusetzen. Daraufhin waren die Ärmel arg schmal, hier habe ich die Schulternaht noch einmal versetzt. Außerdem habe ich an der Kräuselung noch gebastelt, die war vorher auf beiden Seiten sehr ungleich. Leicht ungleich ist sie noch immer, aber das bleibt jetzt so, das fällt nicht auf, wenn ich das Kleid trage. Zudem habe ich die Belege angesetzt. Und ich habe alle Kanten mit der Overlock versäubert. Alles wichtig, aber nichts, was man wirklich sieht.

Frohne-Kleid, Weihnachtskleid-Sewalong, mit RockGestern konnte ich dann noch ein wenig Zeit an der Nähmaschine verbringen und habe endlich den Rock angesetzt. Nun bin ich ganz erleichtert: Er passt und ich kommt in das Kleid rein. Beim Probekleid hatte ich festgestellt, dass das schmale rückwärtige Rockteil die Seitennaht immer etwas nach hinten zieht, auch dort, wo der Rock meine Beine nur locker umflattert. Da war sie, die Matrone – zumindest teilweise. Deshalb habe ich den rückwärtigen Rock etwas ausgestellt, vorn kommt die Weite ja durch die Kellerfalte. Das war grundsätzlich eine gute Idee, aber zum Saum hin habe ich damit wohl übertrieben. Der Fall ist hier merkwürdig, das werde ich noch nachkorrigieren, aber sonst bin ich zufrieden. Es ist mir übrigens klar, dass ich mit dem leicht ausgestellten Rock die Silhouette des Kleides verändere und es damit weniger „50er-Jahre“ ist. Aber mir geht es ja nicht darum, ein Original-Kleid zu nähen, sondern eines, in dem ich mich wohlfühle.

Fehlt noch das Futter, das ich in den nächsten Tagen in Angriff nehmen werde (muss).

Frohne-Kleid, SchalkragenEtwas Kopfzerbrechen bereitet mir noch der Verschluss des Vorderteils. Das Original sieht fünf Knöpfe vor, aber das kann ich mir im Moment gar nicht vorstellen. Ich habe beziehbare Knöpfe hier (allerdings nur vier), aber in mir sträubt sich alles, in den Schalkragen Knopflöcher reinzuhauen. Ich tendiere zu Druckknöpfen – was meint Ihr?

Vielen Dank für Eure vielen motivierenden und mutmachenden Kommentare letzte Woche. Ohne Euch hätte ich vermutlich dieses Jahr kein Weihnachtskleid, noch nicht mal im jetzigen unfertigen Zustand. Übrigens hat die Fertigstellung insbesondere von Kleidern auf die letzte Minute und mit heißer Nadel eine lange, gut gepflegte Tradition im Hause Inselsommer. Es gibt also noch Hoffnung!

Der Weihnachtskleid-Sewalong: Es geht voran

… nur leider sehr langsam.

Ok, das ist ein Allgemeinplatz, vor allem vor Weihnachten, aber: Meine Güte, wie die Zeit fliegt. Schon wieder ist Sonntag und damit Zeit für den Weihnachtskleid-Sewalong auf dem Me-made-Mittwoch-Blog. Wieder präsentiert von Katharina von sewing addicted, die ja schon fast fertig ist mit ihrem tollen Weihnachtskleid, wie so viele andere auch schon. Ich hänge hinterher, stelle ich fest!

Für unser viertes Treffen hat Katharina ausgerufen: „Uahh, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin megastolz! / Soll ich hier noch eine Borte aufnähen, was meint ihr? / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?“

Frohne-Kleid, Weihnachtskleid-Sewalong, OberteilIch stecke irgendwo zwischen „Uahh, es passt nicht, das muss ich ändern“ und „Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?“. Nachdem ich letzte Woche beim Probemodell meines Frohne-Schnittes die Passform so gelobt hatte (die ich immer noch sehr gut finde), kam ich ganz ohne Änderungen natürlich doch nicht aus. Mit dem durchgehenden Rückenteil hatte ich von Anfang an etwas gefremdelt, Anpassungen, z.B. bei einem leichten Hohlkreuz sind hier im Grunde gar nicht möglich. Irgendwann habe ich mich also entschlossen, den Rücken doch zu teilen und einen separaten Rock anzufertigen. Ich bilde mir auch ein, dass das Kleid so bequemer wird. Nun bin ich gerade dabei, das Oberteil zusammenzunähen, plage mich mit den Besatzteilen rum  und hoffe, dass der Rock auch nach der Bastelei noch passen wird. Zur Not habe ich genug Stoff, um zumindest den rückwärtigen Rock neu zuzuschneiden (und eigentlich bin ich auch sicher, dass ich den Stoff noch einmal nachkaufen könnte, aber das ist nur die letzte Option).

Frohne-Kleid, Weihnachtskleid-Sewalong, FutterGestern habe ich dann noch bei Stoffe Gädtke Futterstoff mit Elastan in Aprikot (man könnte auch sagen mit Tendenz zu schweinchenrosa) besorgt, das nun auch unter das Messer kommt. Noch habe ich die Hoffnung, dass das Kleid rechtzeitig fertig wird, drückt mir die Daumen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen zweiten Advent mit Kaffee, Tee, Weihnachtsplätzchen und was für Euch noch so dazu gehören mag.

Der Weihnachtskleid-Sewalong: Das Probemodell

Moin, es ist Sonntag und wieder treffen sich Hobbyschneider und -schneiderinnen auf dem Me-made-Mittwoch-Blog zum gemeinsamen Weihnachtskleidnähen. Organisiert von Katharina von sewing addicted, die für heute die Aufgabe stellt:

„Jetzt aber los, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid“

In letzten Woche hatte ich ja schon angekündigt, erst einmal ein Probemodell meines Frohne-Kleides herzustellen. Das mache ich mittlerweile immer häufiger, weil mich das Gefummel am tatsächlichen Kleidungsstück immer so nervt. Ich fummel lieber an den Probestücken rum, da kann gern mal was schiefgehen, das stört mich dann nicht.

Frohne ProbekleidDas Probemodell war eindeutig eine gute Idee! Nicht nur, um die Passform zu überprüfen, die übrigens hervorragend ist – offensichtlich habe ich 50er-Jahre-Figur -, sondern vor allem, um überhaupt erst einmal zu verstehen, wie dieses Kleid zusammengebaut wird. Die Anleitung ist – nun ja – nicht vorhanden, bzw., sie beschränkt sich auf Kürzestanweisungen wie „Einkräuseln“ auf dem Miniaturschnittplan. Hinzu kommt, dass die Konstruktion dieses Kleides komplett anders ist als alle, mit denen ich zuvor mal gearbeitet habe.

Frohne Probekleid, KeilUnd so musste ich schon ein wenig Denksport betreiben, bis ich verstanden hatte, wie nun genau dieses Faltenteil am Rock eingesetzt werden soll, damit alles passt, oder wie die Keile unter den Achseln nun genau die Ärmel formen. Aber es scheint alles zu funktionieren, zur Not hilft es immer, eine Nacht darüber zu schlafen. Ich hoffe, dass die Knopfleiste eine Öffnung lässt, die groß genug ist, damit ich mich da durchschlängeln kann, das ist derzeit mein größtes Problem. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, der richtige Stoff kommt also demnächst unters Messer.

Übrigens an dieser Stelle einmal vielen Dank für Eure Kommentare und Klicks. Das ist wirklich motivierend. Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen ersten Advent!