Janome Horizon MC 8900 QCP

Janome Horizon MC 8900 QCP

Ich wollte ja schon lange mal über meine Nähmaschine, die Janome Horizon MC 8900 QCP, schreiben. Jetzt ruft marjakatz dazu auf, Erfahrungsberichte zur eigenen Nähmaschine zu verfassen und auf ihrer Seite zu verlinken. Das passt doch! Hier also meine Meinung zu meiner Dicken.

Janome Horizon MC 8900 QCP: Anschaffung und Folgekosten

Welches Modell hast Du, welchen Preis hatte Deine Nähmaschine und wann hast Du sie gekauft?

Ich nähe mit einer Janome Horizon MC 8900 QCP. Gekauft wurde sie zu Ostern 2014. Derzeit (Januar 2016) kostet sie ca. 1400 Euro.

Findest Du das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen?

Schwierig zu sagen. Wenn der ganze Leistungsumfang der Janome Horizon MC 8900 QCP ausgenutzt wird, besteht bestimmt ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Maschine kann sehr, sehr viel. Allerdings auch viel, was zum Quilten gehört.  Wer nicht quiltet, tut sich bei diesem Punkt schon schwerer.

Ich selbst quilte übrigens (noch) nicht, bin aber trotzdem zufrieden. Allerdings tendiere ich dazu, bei solchen Dingen eher eine Etage höher zu kaufen (zu einem entsprechenden Preis). Das ist mir lieber, als schon nach kurzer Zeit festzustellen, dass ich schon aus der Maschine „rausgewachsen“ bin.

Welche Eigenschaften waren für Dich ausschlaggebend für die Kaufentscheidung?

Das war die Kombination aus verschiedenen Punkten.

  1. Anpassbarer Nähfüßchendruck. Den habe ich bei meinem letzten Projekt, das ich auf meiner alten Pfaff genäht habe, echt vermisst.
  2. Oberstofftransport. Ich wollte in jedem Fall eine Maschine mit dieser Funktion, um elastische Stoffe, Karos und Streifen besser verarbeiten zu können.
  3. Großer Durchlass rechts der Nadel. Ich hasse es, große Stoffstücke an der Nadel vorbeiwürgen zu müssen, etwa wenn ich einen Mantel nähe. Das war letztlich ein entscheidender Punkt. Der Durchlass an der Janome Horizon MC 8900 QCP ist mit 28 cm riesig. Dazu passend: eine vernünftige Ausleuchtung, hier über fünf LED-Leuchten. Und das Nähfüßchen lässt sich besonders hoch anheben, das finde ich auch sehr gut, vor allem, wenn ich dicke Stoffe verarbeite.
  4. Die Knopflochfunktion, dazu unten mehr.

Ein paar Funktionen bringt die Janome Horizon MC 8900 QCP mit, die für mich beim Kauf nicht entscheidend waren, die ich aber nicht mehr missen möchte:

  1. Automatischer Fadenabschneider. Ich hätte nie gedacht, wie praktisch und zeitsparend das Ding ist.
  2. Die Möglichkeit, einzelne Stiche nähen zu können. Ein Tipp auf das Pedal, ein einzelner Stich.
  3. Die Möglichkeit, die Nadel bei einem Stopp im Stoff stehen zu lassen und das standardmäßig. Ungeheuer praktisch, um Ecken oder Kurven zu nähen.
  4. Geschwindigkeitsregler. Die Kombination zwischen Fußpedal und regulierbarer Grundgeschwindigkeit war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, bietet aber viele Vorteile, etwa an schwierigen Ecken im Schnitt. Die Maschine läuft immer in einem etwas langsameren Tempo an, auch das ist gewöhnungsbedürftig.
  5. Kniehebel. Verhältnismäßig selten im Einsatz, aber sehr nützlich, wenn ich beide Hände am Nähstück behalten möchte und das Füßchen angehoben werden muss, etwa um den Stoff zu drehen.
  6. Automatisches Verriegeln der Naht am Anfang und am Ende. Klar, das geht auch von Hand. Aber es ist so sehr, sehr bequem und sauber.
  7. Nadeleinfädler. Eigentlich brauche ich ihn (noch) nicht, nutze ihn aber dennoch ständig. Und in ein paar Jahren werde ich bei schlechter werdenden Augen vermutlich sehr froh sein, ihn zu haben.

Entscheidend waren übrigens auch die überwiegend guten Besprechungen im Netz und die Tatsache, dass meine Mutter eine (kleinere) Janome besitzt, die uns über die Zeit überzeugt hat. Außerdem hatte man mir beim Kauf ein extrem gutes Angebot gemacht.

Wieviel Zubehör wird mitgeliefert und wie teuer ist ein eventuelles Nachrüsten von Zubehör, z.B. Nähfüßchen?

Oh, da war viel Zubehör dabei. Ich kopiere mal die Liste des Standardzubehörs von naehpark.de, wo ich die Maschine gekauft habe, hier rein:

  • Flexible Stoffabdeckung
  • Fußanlasser
  • Netzkabel
  • Bedienungsanleitung
  • Anleitungsvideo-DVD
  • Kniehebel
  • Extragroßer Anschiebetisch
  • Zick-Zack-Fuß A
  • Rollsaumfuß D
  • Reißverschlussfuß E
  • Satinstichfuß F
  • Offener Applikationsfuß F-2
  • Blindstichfuß G
  • Overlockfuß M
  • 1/4″ Saumfuß O
  • Stopffuß PD-H
  • Freihandquilt-Fuß QB-S
  • Geschlossener Nähfuß
  • Offener Nähfuß
  • Transparentfuß
  • Automatik-Knopflochfuß R
  • Doppeltransportfuß AD
  • Knopfannähfuß T
  • Verstärkungsplatte
  • Stichplatte für Geradstich
  • Stylus für das Sensorfeld
  • Doppeltransporthalter
  • Kantenlineal
  • Stoffbahnführung
  • Spule 5x
  • Fadenablaufscheibe
  • Spulenhalter (klein)
  • Spulenträger
  • Filz
  • Zusätzlicher Garnrollenhalter
  • Nadelsatz
  • Schraubendreher
  • Reinigungspinsel
  • Nahttrenner (Knopflochöffner)

Bei mir war noch ein Bonuskit dabei mit weiteren Füßen. Zugekauft habe ich bisher nur den Fuß für verdeckte Reißverschlüsse für ca. 17 Euro. Hergeben würde ich ihn nicht wieder. Und Spulen natürlich.

Wieviel Zubehör gibt es insgesamt für Deine Nähmaschine, welches davon hast Du und welches davon nutzt Du am meisten? Welches möchtest Du unbedingt noch anschaffen?

Unendlich viele Füßchen, von denen aber viele schon mitgeliefert werden, siehe oben. Die Extrafüßchen kosten meist zwischen 10 und 20 Euro, teilweise aber auch an ca. 50 Euro. Außerdem noch einiges an Hüllen, Koffern etc.

Von den mitgelieferten Füßchen nutze ich außer dem Standardfuß vor allem die Obertransportfüße, die ungemein praktisch sind. Der Wechsel ist ruckzuck erledigt. Gleiches gilt auch für die Geradstichplatte, dazu weiter unten mehr.

Noch überhaupt nicht genutzt habe ich das Quiltzubehör.

Derzeit brauche ich nichts weiter. Das kann sich aber beim nächsten Projekt schon ändern.

Achtung: Die Janome Horizon MC 8900 QCP hat einen etwas anderen Steg, in den die Füßchen eingeklickt werden. Damit passen nur spezielle Füße. Wer von einer anderen Janome umsteigt und sein bisheriges Zubehör weiternutzen will, sollte sich vorher erkundigen, ob es kompatibel ist.

War Deine Nähmaschine schon einmal kaputt? Kannst Du eine Aussage darüber machen, ob die Reparatur- oder Wartungskosten hoch sind (z.B. aufgrund aufwendiger Elektronik)?

Zum Glück nicht. Bitte die Daumen drücken, dass das auch so bleibt. Ich gehe nicht davon aus, dass diese Maschine so lange halten wird wie meine alte geliebte Pfaff. Die hat mich immerhin mehr als 25 Jahre lang durch Ausbildung und Studium und bei vielen Umzügen begleitet und ist als Ersatz- und Reisenähmaschine immer noch bei mir. Aber ich lasse mich gern positiv überraschen.

Wo würdest Du Dein Modell einordnen (Holzklasse, Mittelklasse, Luxusklasse) und für wen würdest Du es empfehlen (Anfänger, Fortgeschrittene, Profi)?

Gehobene Mittelklasse würde ich mal sagen, wäre sie ein Auto, wäre sie vermutlich ein recht großer Audi.

Anfänger sind mit dieser Maschine und den Möglichkeiten, die sie bietet, vermutlich überfordert. Man sollte schon wissen, was man macht, wozu man die verschiedenen Füßchen braucht, wann ein Obertransport sinnvoll ist etc. Außerdem spricht natürlich der Preis dafür, dass man sich für das Hobby schon langfristig entschieden haben sollte, bevor man diese Investition tätigt.

Für einen Profi bietet die Janome Horizon MC 8900 QCP vermutlich zu viel Schnickschnack, die wollen ja eher eine rein mechanische Maschine mit ordentlichem Geradstich und sonst am besten gar nichts.

Aus meiner Sicht ist die Janome Horizon MC 8900 QCP für ambitionierte, fortgeschrittene Hobbyschneiderinnen geeignet, die viel nähen und dabei auf einen gewissen Komfort Wert legen. Die die vielen Möglichkeiten zumindest zum Großteil ausnutzen, also viele verschiedene Stoffarten von Chiffon bis Mantelwolle, Baumwolljersey bis Microtexgewebe vernähen, Knopflöcher und Ziernähte anbringen. Die auch Spaß daran haben, verschiedene Dinge mal auszuprobieren. Wer nur Gerad- und Zickzackstich nutzt, braucht diese Maschine sicherlich nicht, da gibt es preiswertere Modelle.

Praktikabilität der Janome Horizon MC 8900 QCP

Wie groß und wie schwer ist Deine Nähmaschine?

Die Janome Horizon MC 8900 QCP ist riesig. Ihre Maße sind 52 cm breit, 23 cm tief und 31,5 cm hoch. Diese Größe hat mich anfangs abgeschreckt, im Grunde ist sie viel zu groß für mich und für den mir fürs Nähen zur Verfügung stehenden Raum. Allerdings überwog letztlich das Argument des großen Durchgriffs.

Und die Maschine ist schwer: Immerhin 12,5 kg bringt sie auf die Waage. Das hat aber auch Vorteile: Wenn sie einmal steht, steht sie, da wackelt, wandert und hüpft nichts. Bei manchen anderen leichteren Maschinen bin ich da eher skeptisch, wenn ich mal richtig Gas gebe.

Kommt Deine Nähmaschine für einen Auf- und Abbau bei flexiblen Arbeitsplätzen infrage oder ist sie eher für feste Arbeitsplätze geeignet?

Aufgrund des Gewichts ist sie natürlich besser für feste Arbeitsplätze geeignet. Allerdings baue ich sie selbst zum Nähen auf und finde das auch nicht schlimm.

Praktisch ist übrigens, dass die meisten Füßchen feste Plätze auf der Oberseite haben und auch sonst viel Raum vorhanden ist, um das Zubehör zu verstauen. Bis auf die Geradstichplatte ist mehr oder weniger alles, was ich brauche, immer an der Maschine.

Wie aufwendig ist Abbau/Verpackung/Transport für gemeinsame Nähkränzchen?

Das ist schon schwieriger. Es gibt einen extra Trolley, damit geht es vielleicht, sonst bin ich skeptisch. Für ganze Nähwochenende würde ich sicher eine Transportlösung finden, für gemeinsame Nähabende nehme ich die alte Pfaff und einfache Projekte mit.

Lässt sich die Nähmaschine gut reinigen oder kommst Du an einige Stellen gar nicht heran?

Laut Anleitung soll man nur zwei Stellen reinigen, an beide kommt man gut ran.

Wie ist die Helligkeit der Beleuchtung?

Die Ausleuchtung der Janome Horizon MC 8900 QCP ist mit fünf LED-Leuchten sehr gut. Solange ich keinen schwarzen Stoff mit schwarzem Garn vernähe, erkenne ich alles.

Wie laut ist die Maschine?

Erstaunlich leise. Wenn sie anfangen sollte zu „klopfen“, liegt es in der Regel daran, dass ich andere Nadeln einsetzen muss.

Ist die Maschine intuitiv bedienbar?

Hm, das kommt darauf an, was man machen will und ob man mit dem Wahlrad zurechtkommt. Ich finde das sehr praktisch. Im Deckel der Janome Horizon MC 8900 QCP ist eine Übersicht aller möglichen Stiche mit der jeweiligen Nummer nach Gruppen geordnet aufgedruckt, damit findet man meiner Meinung nach jede Einstellung sehr schnell. Bei anderen Tasten und Funktionen, etwa dem Speicher, müsste ich jetzt selbst einmal nachschauen, wie das genau ging. Die Funktionen, die ich regelmäßig brauche, sind mir aber schon in Fleisch und Blut übergegangen, darunter auch der Wechsel der Stichplatte und der Füßchen.

Grundsätzlich ist es aber auch möglich, sich an die Maschine zu setzen und loszunähen. Aber dann bleibt man natürlich weit unter ihren Möglichkeiten.

Ist die Bedienungsanleitung ausführlich genug?

Ja.

Kann man die Nähmaschine auch ohne Pedal bedienen?

Ja, wenn man den Stecker für das Pedal zieht. Ich nutze das nur, wenn ich die Unterfadenspule aufspule.

Näheigenschaften der Janome Horizon MC 8900 QCP

Welche Nähmaschine(n) hattest Du bisher? Wie schätzt Du Deine Maschine im Vergleich dazu ein?

Meine alte Maschine ist eine Pfaff Varimatic 876. Ein Vergleich ist kaum möglich. Zwischen den beiden Maschinen liegen 25 Jahre technische Entwicklung und auch Näherfahrung. Meine Pfaff ist eine grundsolide Haushaltsnähmaschine, schon mit Knopflochfunktion, elastischem Dreifachstich und ein paar Sonderstichen, um den Overlockstich nachzuahmen. Als ich sie damals kaufte, war sie eindeutig ein Top-Gerät im Markt für Haushaltsnähmaschinen, Pfaff hatte (noch) einen herausragenden Ruf und die Nähmaschine verschlang mein erstes Lehrlingsgehalt (und ein paar Rücklagen) komplett. Am meisten vermisse ich im Vergleich wohl die senkrecht unter der Stichplatte liegende Spulenkapsel der Pfaff, den doppelt umlaufenden Greifer. Bei der Janome Horizon MC 8900 QCP wird die Spule für den Unterfaden von oben eingelegt, das ist ein Horizontalgreifer. Ich habe zwar keine schlechten Erfahrungen damit gemacht, misstraue ihm aber. Außerdem ist das Innenleben der Pfaff wohl weitgehend aus Metall (die Pfaff ist daher auch erstaunlich schwer), das der Janome eher aus Plastik. Ich fürchte, das wird sich auf die Haltbarkeit auswirken.

Meine Mutter (und damit auch ich, bevor ich eine eigene Nähmaschine hatte) nähte damals auf einer baugleichen Pfaff tippmatic. Davor hatten wir eine uralte (elektrische), unfassbar schwere Pfaff, die noch komplett aus Metall gefertigt war. Die hatte mir aber mal einen sehr heftigen Stromschlag verpasst. Danach traute ich dem Ding nicht mehr und mein Vater beschloss, es auszusortieren.

Wie oft nähst Du? Was nähst Du hauptsächlich und findest Du Deine Nähmaschine dafür ungenügend, perfekt ausreichend oder etwas oversized?

Ich nähe in Wellen, mal sehr viel am Stück, dann wieder eine Weile wenig, weil ich keine Zeit habe. Ob die Maschine zu mir passt, mache ich aber nicht an der Häufigkeit des Nähens fest, sondern daran, ob ich den Leistungsumfang ausnutze. Obwohl ich nicht quilte, glaube ich, dass die Maschine ganz gut zu mir passt. Andere mögen aber denken, sie sei für mich etwas oversized. Luft nach oben ist in Sachen Ausnutzung sicherlich noch vorhanden, aber wie gesagt, das ist mir nur recht.

Ich nähe sehr viel Kleidung, dazu Taschen, Kissenhüllen oder Ähnliches. Zum Einsatz kommen daher meist Bekleidungsstoffe, hier aber die ganze Bandbreite von ganz leicht bis schwer, von elastisch bis steif, von einfacher Baumwolle bis zum Funktionsstoff. Es kann aber auch mal ein Wachstuch unter der Maschine landen.

Welches Feature fehlt Dir für Deine Näharbeiten und auf welches Vorhandene möchtest Du auf gar keinen Fall verzichten?

Ein wenig neidisch bin ich auf den Unterfadenwächter manch anderer Maschinen, aber ansonsten fehlt mir bisher nichts wirklich an der Janome Horizon MC 8900 QCP. Das kann aber auch daran liegen, dass ich mir vor dem Kauf sehr intensiv Gedanken darüber gemacht habe, was ich brauche und haben will. Klar, dass dann diese Funktionen alle dabei sind.

Nicht mehr verzichten möchte ich neben den oben genannten Features auf die Geradstichplatte. Die Janome Horizon MC 8900 QCP hat (für die vielen Zierstiche) eine Stichbreite von bis zu 9 mm. Damit ist der entsprechende Durchlass an der normalen Stichplatte sehr breit. Die Folge: Es kann passieren, dass leichter Stoff in die Maschine reingezogen wird und sich da unten ein Wuling bildet, wie ein Segler sagen würde. Das muss dann immer wieder rausgefrickelt werden. Bei einfachen geraden Nähten wechsele ich daher vorher immer schnell die Platte.

Hat Deine Nähmaschine Features, die Du für unsinnig hältst?

Man kann mit ihr heften. Aber warum ich das machen sollte, ist mir schleierhaft. Lieber löse ich die Spannung und stelle eine große Stichlänge ein, damit nähe ich schneller und die Naht lässt sich gut auflösen.

Die vielen Zierstiche bräuchte ich nicht, aber die sind bei solchen Maschinen ja immer dabei.

Welche Knopflochfunktion(en) hat Deine Nähmaschine und bist Du damit zufrieden? Was könnte besser sein?

Die Janome Horizon MC 8900 QCP kann verschiedene Knopflöcher nähen: eckig und rund, für elastische und feine Stoffe. Die habe ich noch nicht alle ausprobiert, aber was ich bisher gemacht habe, sah gut aus. Man legt den Knopf in ein bestimmtes Füßchen ein und die Maschine ermittelt dann die entsprechende Knopflochgröße. Allerdings ist die meines Erachtens minimal zu groß, ich verkleinere das Knopfloch daher immer noch mal. Hier besteht meiner Meinung nach noch Verbesserungsbedarf.

Das Vorgehen ist ziemlich kompliziert, da hangel ich mich immer an der Anleitung entlang. Dann ist es aber kein Problem.

Potentielle Problemzonen

  • Wie näht Deine Nähmaschine enge Rundungen?
    Ich habe volle Kontrolle beim Nähen: Die Geschwindigkeit lässt sich auf extrem langsam regulieren, die Stichlänge kann ich sofort runtersetzen, bei einem Stopp bleibt die Nadel im Stoff und mit dem Kniehebel bleiben die Hände am Nähgut. Damit komme ich um jede Kurve.
  • Ist das Stichbild sauber, auch bei sehr dickem Nähgut oder sehr schnellem Nähen?
    Mir sind noch keine Schwierigkeiten aufgefallen.
  • Ist der Stofftransport gerade und gleichmäßig, auch wenn Du den Stoff nicht aktiv führst?
    Ja.
  • Ist ein sauberes Nähen an Stoffkanten möglich, ohne dass sich die Naht oder der Stoff zusammenzieht? (Nahtanfänge, versäubern)
    Meine Stoffe versäubere ich mit der Overlock, dazu kann ich also nichts sagen. Die Nahtanfänge können schwierig sein, vor allem, wenn ich die normale Stichplatte nutze. Am besten also vorher auf die Geradstichplatte umrüsten. Außerdem sollte ich darauf achten, dass der Oberfaden frei ist. Wenn ich vorher den automatischen Fadenabschneider benutzt habe, verschwindet der Faden unten in der Maschine. Das ist normalerweise kein Problem, kann aber am Nahtanfang einen leichten Stoff etwas stauchen. Wenn ich den Faden befreie und im Idealfall beim Annähen etwas nach hinten ziehe, gibt es aber keine Probleme.
  • Werden elastische Stoffe problemlos genäht oder wellt der Stoff?
    Wenn ich den Obertransportfuß montiere und den Füßchendruck anpasse, wellt da gar nichts. Das war für mich ein entscheidendes Kriterium.
  • Wie ist die Kontrolle über Nähgeschwindigkeit? Ist sehr schnelles oder sehr langsames Nähen (Stich für Stich) möglich?
    Höchstgeschwindigkeit sind 1000 Stiche pro Minute, daneben ist Stich für Stich möglich. Durch die Kombination von Geschwindigkeitsregler und Fußpedal kann ich immer die Geschwindigkeit einstellen, die mir gerade passt, auch mitten im Nähen.
  • Bei welchen Nähfragen kommst Du an die Grenzen Deiner Nähmaschine? Was funktioniert überhaupt nicht?
    Ein Problem hatte ich mit der Zwillingnadel. Die Naht wurde nix! Unsauber, löste sich wieder auf, der Faden riss und ein Teil davon hing an einer unzugänglichen Stelle in der Maschine fest. Nicht gut. Ich habe zwar alles wieder befreien können, dann aber beschlossen, dass ich das Experiment nicht wiederhole. Mittlerweile kämpfe ich mit einer Covermaschine, damit brauche ich die Zwillingsnadel nicht mehr.

Wie ist Dein abschließendes Gesamturteil in Kurzform? Auf einer Skala von 1 bis 5 – wie viele Sterne würdest Du Deiner Nähmaschine geben und warum?
Die Janome Horizon MC 8900 QCP ist eine sehr gute Maschine, die aber auch viel Schnickschnack mitbringt, den man vielleicht nicht unbedingt braucht. Da steckt viel Elektronik drin, damit kann auch viel kaputt gehen. Rein gefühlsmäßig wirkt meine alte Pfaff nach wie vor solider und robuster. Von mir bekommt die Maschine 4 Sterne.

edit: Nun ist die Maschine schon einige Zeit bei mir und an meiner grundsätzlichen Zufriedenheit hat sich auch nichts geändert. Allerdings ist mir ein Problem aufgefallen, dass ich nun schon ein paar Mal hatte. Bei Aufspulen des Unterfadens fehlte die Spannung auf der Spule. Statt eines schön gespannten Falden entstand manchmal eher ein unordentliches Geknuddel. Hinter die Gründe bin ich noch nicht gekommen. Falls jemand auch das Problem hat, freue ich mich über Tipps.

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2 Gedanken zu „Janome Horizon MC 8900 QCP“

  1. Ich habe sie auch und kann dir in fast allen Punkten zustimmen. Vieles benutze ich auch nicht, aber wer weiß was die Zeit bringt. Mit der Zwillingsnadel hatte ich keine Probleme. Seit 1 1/2 Jahren näht sie ohne Probleme und ich hoffe es bleibt so.
    Dir und deinen Dicken wünsche ich auch eine lange Freundschaft,
    Lee

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